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CO2-Differenzverträge stoßen auf großes Interesse

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Ende der Gebotsphase 2026
CO2-Differenzverträge stoßen auf großes Interesse

18.09.2026 | Rund vier Monate lang konnten sich energieintensive Unternehmen im Gebotsverfahren 2026 um eine Förderung bewerben: Bis zum Ende der Antragsfrist am 9. September 2026 wurden 21 Gebote eingereicht. Die beantragten Fördermittel übersteigen das Auktionsvolumen von fünf Milliarden Euro deutlich.

Am 9. September 2026 endete die Antragsfrist im Gebotsverfahren 2026 der CO2-Differenzverträge, das am 5. Mai 2026 eröffnet worden war. Damit hatten Unternehmen der energieintensiven Industrie, die erfolgreich am vorbereitenden Verfahren 2026 teilgenommen hatten, rund vier Monate Zeit, sich um eine Förderung ihrer Transformationsprojekte zu bewerben.

Insgesamt gingen 21 Gebote ein, unter anderem aus den Sektoren Chemie, Glas und Keramik, Gips, Kalk, Metalle, Zellstoff und Papier sowie Zement. Die beantragten Fördermittel liegen deutlich über dem Auktionsvolumen von insgesamt 5 Milliarden Euro. Damit stößt das Förderinstrument auch im Gebotsverfahren 2026 auf großes Interesse in der energieintensiven Industrie.

Große Bandbreite an Technologien

Die eingereichten Vorhaben setzen auf unterschiedliche Technologien zur Dekarbonisierung. In der Auktion sind sowohl Projekte zur Elektrifizierung als auch Vorhaben mit CCU/S und Wasserstoff vertreten. Seit dem Inkrafttreten des Kohlendioxid-Speicherung-und-Transport-Gesetzes (KSpTG) im November 2025 ist CCU/S im Gebotsverfahren 2026 der CO2-Differenzverträge erstmals förderfähig.

Die Zahl und Bandbreite der eingereichten Gebote verdeutlichen zugleich die Investitionsbereitschaft der energieintensiven Industrie: Auch in einem derzeit herausfordernden Wirtschaftsumfeld planen Unternehmen weiterhin, ihre Produktionsverfahren zu dekarbonisieren und entsprechende Projekte am Industriestandort Deutschland umzusetzen.

Im nächsten Schritt prüft das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die eingereichten Gebote. Anschließend werden Zuschläge im Gebotspreisverfahren (pay-as-bid) vergeben, bis das für die Auktion vorgesehene Fördervolumen ausgeschöpft ist. Ziel ist es, diejenigen Vorhaben zu fördern, die mit möglichst geringem Einsatz staatlicher Mittel möglichst umfangreiche Treibhausgasemissionsminderungen erzielen können. Die Zuschläge für die ausgewählten Projekte sollen bis Ende des Jahres erteilt werden.

Hintergrund: CO2-Differenzverträge

CO2-Differenzverträge setzen gezielte Anreize für Unternehmen, in CO2-arme Produktionsverfahren zu investieren. Damit unterstützen sie die Transformation der energieintensiven Industrie im Einklang mit nationalen und europäischen Klimazielen. Gleichzeitig sollen sie den Markthochlauf innovativer Technologien fördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland stärken.

Das Förderinstrument ist konzeptionell an Absicherungsinstrumente der Finanzwirtschaft angelehnt: Unternehmen, die in CO2-arme Produktionsverfahren investieren, werden über einen Zeitraum von 15 Jahren gegen Schwankungen der CO2- und Energiepreise abgesichert. Zugleich können Mehrkosten gegenüber herkömmlichen Produktionsverfahren ausgeglichen werden. Förderfähig sind sowohl Investitions- als auch Betriebskosten.