BASF SE - CO2-armer Dampf für die Ameisensäureproduktion
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CO2-armer Dampf für die Ameisensäureproduktion
21.08.2026 | Das Chemieunternehmen BASF will seine Wärmeversorgung für die Ameisensäureproduktion durch den Einsatz einer Großwärmepumpe dekarbonisieren.
Der CO2-Differenzvertrag unterstützt den Konzern dabei, seine Wärmeversorgung für die Ameisensäureproduktion durch den Einsatz einer Großwärmepumpe zu dekarbonisieren. Dadurch lassen sich Treibhausgasemissionen im Vergleich zur herkömmlichen fossilen Dampferzeugung vollständig einsparen. Die Ameisensäure, die etwa in der Landwirtschaft, Medizin oder chemischen Industrie verwendet wird, kann so deutlich umweltfreundlicher produziert werden.
Für die Produktion von Ameisensäure wird Dampf benötigt, der bisher durch ein erdgasbetriebenes Gas-und- Dampf-Kraftwerk erzeugt wird. Künftig kommt der Dampf von einer mit Ökostrom betriebenen Großwärmepumpe.
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Diese nutzt die Abwärme eines sogenannten Steamcrackers – einer Anlage, die bei der Herstellung von Grundchemikalien sehr viel Abwärme erzeugt – sehr effizient. Mit der Abwärme wird Wasser erhitzt, das dann verdampft. Nach einem Verdichtungsschritt wird dieser Dampf in das Dampfnetz der BASF eingespeist.
Das eigentliche, technisch ausgereifte Herstellungsverfahren von Ameisensäure bleibt unberührt, die Anlage kann weiter betrieben werden.
Meilensteine
Nachdem das Chemieunternehmen BASF erfolgreich am Gebotsverfahren 2024 teilgenommen hatte, unterzeichnete es am 11. Oktober 2024 einen CO2-Differenzvertrag. Damit fördert die Bundesregierung den Bau einer der weltweit größten Wärmepumpen zur CO2-freien Dampferzeugung am Stammwerk von BASF in Ludwigshafen mit bis zu rund 310 Millionen Euro.
Fünf Monate später, am 13. März 2025, wurde das im Rahmen des Vertrags geförderte Projekt bei einem Kick-off-Treffen auf dem Werksgelände von BASF in Ludwigshafen offiziell gestartet. Ziel ist es, die Produktion von Ameisensäure am Standort Ludwigshafen mithilfe der Großwärmepumpe vollständig CO2-frei zu machen.
Knapp ein Jahr nach Vertragsabschluss, am 24. September 2025, fand am Standort von BASF in Ludwigshafen ein symbolischer Spatenstich für den Bau der industriellen Großwärmepumpe statt (siehe Bild oben). Sie wird etwa drei Prozent des Dampfbedarfs des Standorts decken. Ihre Inbetriebnahme ist für Mitte des Jahres 2027 geplant.
Anfang April 2026 ist der sogenannte Plattenfilmverdampfer am Stammwerk von BASF in Ludwigshafen eingetroffen. Das rund 16 Meter lange und 95 Tonnen schwere Anlagenteil bildet die Kernkomponente der industriellen Wärmepumpe und wurde per Schiff aus Schwedt an der Oder angeliefert. Damit ist ein wesentlicher logistischer Schritt im Rahmen des Projekts abgeschlossen.