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Südzucker AG - Klimaneutrale Zuckerproduktion

Zuckerfabrik der Südzucker AG in Zeitz © Dennis Möbus/Südzucker
Zuckerfabrik der Südzucker AG in Zeitz

Südzucker AG
Klimaneutrale Zuckerproduktion

28.08.2026 | Die Südzucker AG will ihre Zuckerproduktion defossilisieren, indem sie durch Elektrifizierung und eigenes Biogas eine autarke, treibhausgasfreie Energieversorgung erreicht.

Der Lebensmittel- und Agrarkonzern Südzucker AG arbeitet an der Defossilisierung seiner gesamten Zuckerproduktion. Dabei setzt das Unternehmen auf maximale Elektrifizierung und selbsterzeugtes Biomethan aus Reststoffbiomassen. Das soll eine autarke Produktion bei gleichbleibender Produktionskapazität sicherstellen. Sogar gegenüber modernen, effizienten Anlagen verringert sich dadurch der Energiebedarf erheblich. Auf diese Weise kann die Südzucker AG im Vergleich zur bestehenden Anlage 100 Prozent ihrer Scope-1-Emissionen einsparen.

Symbolischer Spatenstich für den Bau des Bio Energy Hub im Chemie- und Industriepark Zeitz in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) am 27. Oktober 2025. Südzucker AG
Symbolischer Spatenstich für den Bau des Bio Energy Hub im Chemie- und Industriepark Zeitz in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) am 27. Oktober 2025.

Das Unternehmen möchte mit dem Bau einer Biogasanlage zur Herstellung von Biomethan eine autarke Energieversorgung gewährleisten. Das Biomethan soll zum Betrieb der Energieerzeugung und des neugebauten Kalkofens genutzt werden und damit fossile Brennstoffe ersetzen. In der Wärmebereitstellung sind eine Teilelektrifizierung und Wärmerückgewinnungsanlagen geplant, die eine Rückgewinnung von Prozesswärme ermöglichen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert zudem eine Anpassung des gesamten Zuckerproduktionsprozesses.

Meilensteine

Nachdem die Südzucker AG erfolgreich am Gebotsverfahren 2024 teilgenommen hatte, wurde am 11. Oktober 2024 ein CO2-Differenzvertrag zwischen dem Lebensmittelkonzern und der Bundesrepublik Deutschland geschlossen. Ziel der Förderung ist es, besonders energieintensive Unternehmen dabei zu unterstützen, CO2-arme Produktionsanlagen zu errichten und zu betreiben. 

Am 25. März 2025 fand im Chemie- und Industriepark Zeitz der Südzucker AG ein Kick-off-Treffen zum Projektstart statt. Neben dem Bau des Bio Energy Hub werden im Rahmen des CO2-Differenzvertrags die Integration von Wärmepumpen und die Umstellung des Kalkofens auf Gasfeuerung am Standort Zeitz mit insgesamt bis zu 227,5 Millionen Euro gefördert. 

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am 27. Oktober 2025 der Baubeginn des Bio Energy Hub im Chemie- und Industriepark Zeitz in Tröglitz gefeiert (siehe Foto oben). Das in der Biogasanlage durch Zuckerrübenpressschnitzel sowie andere organische Reststoffe erzeugte Biomethan soll den Energiebedarf der Südzucker-Zuckerfabrik weitgehend decken und damit zur CO2-freien Produktion des Unternehmens am Standort Zeitz in Sachsen-Anhalt beitragen.